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PSYCHOLOGIE & COACHING

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Mein Blog verbindet psychologisches Wissen mit praktischen Tools für Ihre persönliche Weiterentwicklung, eine gute Lebensbalance und Resilienz in Krisenzeiten. 

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Das Resilienz-Rad: Ihr Kompass für innere Stabilität in Krisenzeiten

  • Autorenbild: Dr. Jessica Di Bella
    Dr. Jessica Di Bella
  • 11. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit

In diesem Beitrag stelle ich Ihnen ein Selbstcoaching-Tool vor, das Sie dabei unterstützt, sich auch in inneren und äußeren Krisen stabil und handlungsfähig zu führen. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es eine ausgeprägte Resilienz, um nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern Orientierung zu bewahren und konstruktiv nach vorne zu blicken. Das Resilienz-Rad kann Ihnen dabei helfen, Ihre eigenen Ressourcen bewusst wahrzunehmen und gezielt zu stärken.


Resilienz bezeichnet unsere psychische Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten. Sie beschreibt die Fähigkeit, sich nach belastenden oder kritischen Lebensereignissen an veränderte – oft ungünstige – Umstände anzupassen und handlungsfähig zu bleiben. Im Kern geht es darum, wie gut es gelingt, Herausforderungen zu bewältigen und schwierige Erfahrungen möglicherweise sogar für persönliches Wachstum oder berufliche Weiterentwicklung zu nutzen.


Sie kennen vermutlich Menschen, die selbst nach Rückschlägen immer wieder aufstehen und ihren Weg weitergehen. Die gute Nachricht ist: Resilienz ist keine angeborene Eigenschaft weniger Menschen, sondern eine Fähigkeit, die jeder entwickeln und gezielt trainieren kann.


Das Resilienz-Rad ist ein Tool, das ich auf Basis meiner Dissertation über Resilienz und in meiner Arbeit mit Klientinnen und Klienten, die sich in akuten Krisenzuständen befanden, entwickelt habe. Wenn Sie sich aktuell in einer psychisch belastenden Phase befinden oder spüren, dass Sie in eine Krise zu geraten drohen, kann es hilfreich sein, sich die folgenden vier Themenbereiche bewusst vor Augen zu führen und sowohl präventiv als auch unterstützend aktiv zu werden.


Das Resilienz-Rad: Ihr Kompass für innere Stabilität in Krisenzeiten | Photo: Ali Kazal via Unsplash
Das Resilienz-Rad: Ihr Kompass für innere Stabilität in Krisenzeiten | Photo: Ali Kazal via Unsplash

Teil 1

Sein – Ihre Existenz sichern


Im ersten Schritt geht es um die Sicherung Ihrer physiologischen Grundbedürfnisse und Ihrer wirtschaftlichen Existenz. Dieser Bereich bildet das erste Viertel des Resilienz-Rads. Ihre Anstrengungen sollten zunächst darauf ausgerichtet sein, diese Basis zu stabilisieren: Sorgen Sie für Ihr körperliches Wohlbefinden, achten Sie auf ausreichende finanzielle Sicherheit und prüfen Sie gegebenenfalls alternative Einkommensmöglichkeiten.


Sollten Sie sich in einer finanziellen Krise befinden, nehmen Sie Beratung in Anspruch und überlegen Sie gemeinsam mit ChatGPT oder anderer KI, wie Sie trotz Krise Ihren Lebensunterhalt sichern können.


Ist diese Grundlage geschaffen, richtet sich der Fokus auf die drei weiteren, stärker psychologisch geprägten Bereiche des Resilienz-Rads.



Teil 2

Nähren – Ihre emotionalen Bedürfnisse erfüllen


Besonders Menschen, die wenig soziale Nähe im Alltag erleben oder sich in einer Phase innerer Isolation befinden, stehen vor der Herausforderung, ihr Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Verbundenheit bewusst zu gestalten.


Dabei ist es für unsere mentale Gesundheit essenziell wichtig, positive emotionale Zuwendung zu erhalten. Gleichzeitig gibt uns der soziale Austausch die Möglichkeit, in unsere Selbstwirksamkeit zu kommen, z.B. wenn wir uns ehrenamtlich in einem Verein oder einer Partei engagieren. Es lohnt sich daher in vielfältiger Hinsicht – trotz Krise – in den Kontakt mit anderen zu gehen.


Emotionales Nähren bedeutet jedoch nicht nur, Zuwendung von anderen zu erhalten, sondern auch, sich selbst Fürsorge und Aufmerksamkeit zu schenken. Herausfordernde Lebensphasen können daher eine wertvolle Gelegenheit sein, sich intensiver mit den eigenen Bedürfnissen auseinanderzusetzen und Selbstwert sowie Selbstfürsorge zu stärken. Unterstützend können dabei beispielsweise inspirierende Podcasts, Bücher oder Videos wirken, die neue Perspektiven eröffnen und zur persönlichen Entwicklung beitragen.



Teil 3

Lernen – Ihre Perspektiven erweitern


Vielleicht gibt es etwas, das Sie schon lange lernen wollten – Yoga, Kochen oder eine neue Sprache? Herausfordernde Lebensphasen können eine gute Gelegenheit sein, sich solchen Vorhaben bewusst zuzuwenden. Ebenso kann jetzt der richtige Zeitpunkt sein, sich einem persönlichen Thema zu widmen, das Sie bereits länger aufschieben: sich zu informieren, neue Perspektiven zu gewinnen und erste Schritte in Richtung Veränderung zu gehen.


In Gesprächen mit meinen Klientinnen und Klienten zeigt sich häufig, dass der Wunsch nach beruflicher Neuorientierung oder persönlicher Weiterentwicklung schon länger vorhanden ist, im Alltag jedoch wenig Raum findet. Eine Phase des Umbruchs kann daher auch die Chance bieten, sich fachlich und persönlich neu auszurichten und eine klare Strategie zu entwickeln.


Dabei muss es nicht immer eine grundlegende Veränderung sein. Auch gezielte Weiterbildung kann neue Impulse geben: Digitale Lernangebote, Online-Kurse oder Programme zu persönlicher Entwicklung und Gesundheit eröffnen heute vielfältige Möglichkeiten. Wählen Sie für die kommenden Monate ein Lernprojekt, das Sie inspiriert, neue Energie schenkt und Ihre Lebensfreude stärkt.



Teil 4

Geben – Ihre sozialen Ressourcen auffüllen


Es mag zunächst kontraintuitiv erscheinen, doch gerade in einer persönlichen Krise kann es hilfreich sein, einerseits Unterstützung anzunehmen und andererseits auch selbst etwas zu geben. Denn Geben stellt keine zusätzliche Belastung dar, sondern kann eine bedeutende Ressource sein: Viele Menschen empfinden es als erfüllend, einen Beitrag für andere zu leisten und dafür Wertschätzung zu erfahren. Es vermittelt das Gefühl von Selbstwirksamkeit, stärkt das persönliche Sinnerleben und fördert zwischenmenschliche Verbundenheit.


Überlegen Sie, welche Fähigkeiten oder Ressourcen Sie einbringen können: vielleicht handwerkliches Geschick, die Fähigkeit zuzuhören, analytisches Denken oder kreative Ideen? Teilen Sie diese bewusst – sowohl im eigenen Umfeld als auch darüber hinaus. Nachbarschaftsplattformen oder soziale Netzwerke bieten zahlreiche Möglichkeiten, Unterstützung anzubieten und anderen den Alltag zu erleichtern.


Wichtig dabei: Es muss nicht perfekt sein. Oft sind es gerade kleine Beiträge, die große Wirkung entfalten – für andere ebenso wie für das eigene Wohlbefinden.



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Ich unterstütze Sie gerne.

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Psychologin M.Sc. & Coach

Dr. rer. pol. Jessica Di Bella


Ihr Kontakt: mail@jessicadibella.de 

Mehr Informationen: praxisdibella.de



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