Kokain, die kalte Droge: Hallo Narziss, Tschüß P...!
- Dr. Jessica Di Bella

- 25. Feb.
- 10 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. März
Ärzte, Anwälte, Architekten – Kokain galt lange Zeit als Lifestyle-Droge der Elite. Inzwischen hat es jedoch die gesellschaftliche Mitte erreicht und gewinnt insbesondere unter jungen Menschen zunehmend an Popularität. Dort gilt es häufig als vergleichsweise nebenwirkungsarm. Eine tragische Fehlannahme. In diesem Artikel beleuchte ich Ursachen sowie langfristige seelische und körperliche Folgen von Kokainkonsum und zeige, wie selbst gelegentlicher Gebrauch Freundschaft, Liebe und Sexualität nachhaltig verändert.
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Kokain – Elitedroge oder Mainstream?
Kokain ist längst keine Randerscheinung mehr. Etwa jeder 18. Erwachsene in Deutschland konsumiert mindestens einmal im Leben Kokain oder Crack (Bundesdrogenbeauftragte, 2024). Diese Lebenszeitprävalenz ist über die letzten zwei Jahrzehnte deutlich gestiegen: von 3 auf heute knapp 6 Prozent (Rauschert et al., 2022). Eine ähnliche Tendenz zeigt sich in der 12-Monats-Prävalenz: Der Anteil der Erwachsenen, die innerhalb eines Jahres Kokain oder Crack konsumiert haben, stieg von 0,6 Prozent in 2015 auf 1,6 Prozent in 2021.
Auffällig ist der deutliche Unterschied zwischen den Geschlechtern: Kokainkonsum betrifft häufiger Männer. Mit 7,1 Prozent ist der Anteil männlicher Konsumenten nahezu doppelt so hoch wie der weibliche, der bei rund 4,0 Prozent liegt.
Diese Zahlen decken sich mit meinen Beobachtungen aus der psychotherapeutischen Praxis. Bemerkenswert ist jedoch, dass es zum Großteil nicht die – meist männlichen –Konsumenten sind, die therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, sondern vielmehr die Partnerinnen oder Familienangehörigen, die unter den Folgen des Drogenkonsums leiden.
Ist Kokain eine „Droge der Eliten“?
Der weit verbreitete Eindruck, Kokain sei vor allem eine Droge der oberen Gesellschaftsschichten, kann empirisch nicht bestätigt werden. Untersuchungen zeigen, dass Kokainkonsum in nahezu allen sozialen Milieus vorkommt (Bundesministerium für Gesundheit, 2022). Kokain ist keine Randerscheinung, sondern in vielfältige soziale Kontexte eingebettet – von klassischen Drogenmilieus über studentische Kontexte bis hin zu leistungs- und statusorientierten Berufsfeldern.
Charakteristisch für den Kokainkonsum in stark leistungsorientierten Umfeldern ist, dass er nicht ausschließlich im Freizeitkontext stattfindet, sondern zunehmend auch im beruflichen Alltag. Ob in der Beratung, im Finanzsektor, in der Wissenschaft, Medizin oder Architektur – in den vergangenen Jahren zeigte sich in unterschiedlichen Berufsfeldern, dass die Substanz gezielt zur vermeintlichen Leistungssteigerung während der Arbeitszeit eingesetzt wird.
Was den Freizeit- und Partykonsum von Kokain betrifft, so tritt dieser ebenfalls häufiger in finanziell gut gestellten Gruppen auf (Prinzleve et al., 2004). Ein höheres Einkommen erleichtert den Zugang zu der vergleichsweise teuren Substanz. Auf dem Berliner Schwarzmarkt kostet ein Gramm Kokain – je nach Quelle und Reinheitsgrad – zwischen 60 und 120 Euro. Trotz einer seit Jahren steigenden Nachfrage bleiben die Preise allerdings stabil, was als Hinweis auf ein großes Angebot und gut funktionierende Lieferketten gewertet wird (Deutsche Welle, 2025).
Kokainkonsum bringt einen großen finanziellen Aufwand mit sich. Berücksichtigt man neben dem Drogenpreis auch weitere mit dem Konsum verbundene Ausgaben, etwa für Clubeintritte, Alkohol oder Taxifahrten, summieren sich die monatlichen Ausgaben rasch auf mehrere hundert Euro. Viele Konsumierende geraten durch den finanziellen Aufwand zunehmend unter Druck und entwickeln teils erhebliche Geldprobleme – was diese Menschen oft zusätzlich destabilisiert und dadurch den Konsum noch mehr triggert, statt ihn zu hinterfragen.
Kokain hat sich als Mainstream-Partydroge etabliert
Der Kokainkonsum hat unter jungen Menschen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen und die Substanz hat sich im Nachtleben als Partydroge fest etabliert (Deutsche Welle, 2025). Junge Erwachsene verfügen heute über mehr finanzielle Mittel als frühere Generationen und die Beschaffung der Droge wurde in den letzten Jahren zunehmend leichter. Das „Koks-Taxi“, das während der Corona-Zeit noch als neues Phänomen galt, ist inzwischen zur Normalität geworden:
Mobile Lieferservices, bei denen die Droge über Telegram bestellt und an einen Wunschort geliefert wird, sind fest im Schwarzmarkt verankert.
In der Partyszene gilt Kokain als Garant für gute Stimmung, Selbstbewusstsein und körperliche Ausdauer. Häufig wird es mit großen Mengen Alkohol kombiniert, um Enthemmung zu erzeugen, ohne jedoch die typischen alkoholbedingten Ausfallserscheinungen zu zeigen – zumindest vordergründig.
Wie trügerisch dieses Bild ist, verdeutlicht ein persönliches Beispiel: Vor einigen Jahren kam ein junger Mann aus Berlin-Mitte ums Leben. Sein snobistisches Auftreten hatte, wie weithin bekannt war, substanzielle Gründe. Auch in jener Nacht stand er unter dem Einfluss von Kokain und Alkohol und wurde bei einem selbstverschuldeten Unfall überfahren. Er war kein „hoffnungsloser Junkie“. Er war ein junger Unternehmensberater.

Kokain und die Psyche
Eine zentrale Wirkung von Kokain ist ein künstlich gesteigerter Selbstwert. Kokain wirkt wie Narzissmus in Pulverform: Wer nicht ohnehin narzisstische Züge mitbringt, entwickelt sie zumindest für die Dauer des Rausches. Um es vorsichtig zu formulieren: Kokain bringt nicht unbedingt die sympathischsten Seiten einer Persönlichkeit zum Vorschein – und diese Veränderungen verschwinden nicht zwangsläufig mit dem Abklingen des Rausches.
Zu den gut beschriebenen psychosozialen Folgen zählen eine ausgeprägte Egozentrik sowie eine deutliche Reduktion sozialer Kompetenzen.
Mit etwas Erfahrung lassen sich Menschen unter Kokaineinfluss gut erkennen. Während des Rausches sind die Pupillen deutlich erweitert (Mydriasis). Sie selbst berichten von einer ausgeprägten Wachheit und einem Gefühl von Klarheit. Auf andere wirken sie oft emotional kühl, überlegen und arrogant. Diese emotionale Unterkühlung kann allerdings auch rasch in Gereiztheit oder Aggressivität umschlagen.
Eine ehemalige Kollegin von mir geriet auf dem Münchner Oktoberfest einmal in eine unangenehme Situation mit einem älteren, sehr bekannten deutschen Regisseur. Er stand offensichtlich unter starkem Kokaineinfluss – was sie zu diesem Zeitpunkt nicht richtig einschätzen konnte. Als sie sich nicht so verhielt, wie er es von ihr erwartete, kippte seine Stimmung innerhalb von Sekunden. Aus jovialer Nähe wurde aggressive Abweisung, und sie wurde auf seinen Wunsch hin kurzerhand aus dem Zelt befördert.
Warum konsumieren Menschen Kokain?
Es gibt eine Vielzahl von Menschen, die Kokain konsumieren, um „sich gut zu fühlen“, leistungsfähiger zu sein oder einem wachsenden Druck standzuhalten. Ein Irrglaube. Denn je häufiger Kokain konsumiert wird, desto stärker erodiert die psychische Belastbarkeit – und desto weniger ist der Einzelne in der Lage, Stress tatsächlich zu bewältigen.
Für die Frage nach den Ursachen des Konsums spielen individuelle und soziale Faktoren eine Rolle. Auf individueller Ebene gelten Einsamkeit und Langeweile ebenso als Risikofaktoren wie ein fragiler Selbstwert. Kokainkonsum wird mit Impulsivität, geringer Frustrationstoleranz, emotionaler Instabilität, einer eingeschränkten Fähigkeit zur Selbstregulation sowie einem ausgeprägten Bedürfnis nach Stimulation in Verbindung gebracht (Chamberlain et al., 2021; Richardson et al., 2013). Auch depressive Erkrankungen und Angststörungen können eine Rolle spielen.
Für den Erstkonsum sind jedoch häufig soziale Faktoren ausschlaggebender. Das soziale Umfeld hat einen erheblichen Einfluss auf Drogenexposition und Konsumwahrscheinlichkeit (Stritzel, 2021; Keyzers et al., 2020). Dabei wirkt eines der zentralsten menschlichen Bedürfnisse: das Bedürfnis nach Zugehörigkeit („need for belonging“). Wird dieses Bedürfnis in einem Umfeld befriedigt, in dem der Konsum illegaler Substanzen zu bestimmten Anlässen normalisiert ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, sich anzupassen und mitzumachen.
Eine Entscheidung gegen den Drogenkonsum geht daher oft mit der Entscheidung einher, sich ein neues soziales Umfeld aufzubauen. Diese Wahl ist unbequem – aber sie steht jedem Menschen offen. Immer.
Warum bleibt es nicht beim Ausprobieren?
Kokain führt zwar nicht zu einer klassischen körperlichen Abhängigkeit, dafür jedoch schnell zu einer psychischen Abhängigkeit. Das musste auch Sigmund Freud erkennen, der in seinen frühen Jahren als Mediziner mit der Substanz experimentierte – im Selbst- wie im Fremdversuch (Freud, 1884). Mit der Zeit wurde ihm das Abhängigkeitspotenzial bewusst, ebenso wie die Persönlichkeitsveränderungen, die der Konsum mit sich brachte und die auch in seinem privaten Umfeld kritisch wahrgenommen wurden.
Eine psychische Abhängigkeit von Kokain liegt gemäß der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen ICD-11 (WHO, 2019) vor, wenn über einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten mindestens zwei von drei Merkmalen erfüllt sind:
Verminderte Kontrolle über den Konsum
Zunehmende Priorisierung des Substanzgebrauchs gegenüber anderen Lebensbereichen
Anhaltender Konsum trotz negativer körperlicher, psychischer oder sozialer Folgen
Kokainabhängigkeit ist das Ergebnis eines Lernprozesses
Die neurowissenschaftliche Forschung geht davon aus, dass die genetische Disposition eine bedeutende Rolle bei der Entstehung psychischer Abhängigkeiten spielt – sei es von Drogen, Alkohol, Sex oder Glücksspiel (Borrego-Ruiz & Borrego, 2025; Vess, 2023). Gene beeinflussen, wie stark bestimmte Hirnareale auf Reize reagieren – insbesondere jene Strukturen im Mittel- und Endhirn, in denen Kokain über eine verstärkte Dopaminfreisetzung wirkt.
Dieses Dopamin erzeugt euphorische Gefühle und bildet die Grundlage des Suchtpotenzials der Substanz. Wie intensiv das Gehirn auf solche Stimuli reagiert, ist somit auch genetisch mitbestimmt. Dennoch sind wir unseren Genen nicht hilflos ausgeliefert: Abhängigkeit ist kein Schicksal, sondern ein erlernter Prozess: eine Reiz-Reaktions-Kette, die sich gefestigt hat, aber grundsätzlich auch wieder verlernt werden kann.
Kokainabhängigkeit ist das Ergebnis einer Konditionierung: Der Konsumierende wird zunächst mit freigesetztem Dopamin und den damit verbundenen positiven Gefühlen und Erfahrungen „belohnt“. Allerdings wird der Konsumierende nach dem Abklingen der Wirkung umso deutlicher mit der eigenen inneren Realität konfrontiert – etwa mit Missstimmung, Einsamkeit oder Antriebslosigkeit.
Unter dem Einfluss des einsetzenden Drogenkaters werden diese Zustände oft intensiver erlebt als vor dem Konsum. Die daraus entstehenden Gefühle, die von innerer Leere über Verzweiflung bis hin zu suizidalen Gedanken reichen können, steigern wiederum das Bedürfnis nach einer erneuten Einnahme der Substanz. Und hier schließt sich der Kreis.
Kokain in Liebe und Sexualität
Kokain ist für seine antisozialen Effekte bekannt. Der Konsum wirkt sich negativ auf die Beziehungsqualität aus – in Partnerschaften, Familien, Freundschaften und im beruflichen Kontext. Hinzu kommen Kontrollverlust sowie selbst- und fremdschädigendes Verhalten, etwa im sexuellen Bereich.
Mit dem Kokainkonsum rückt das „Ich“ zunehmend in den Mittelpunkt, während Empathie, Mitgefühl und das Gespür dafür, was in privaten und beruflichen Beziehungen angemessen ist, in den Hintergrund treten. In der Folge kann es vermehrt zu emotionalen Grenzverletzungen gegenüber Menschen aus dem näheren Umfeld kommen.
Kurzfristige vs. langfristige Wirkung von Kokain auf die Sexualität
Die Wirkung von Kokain auf die Sexualität wird systematisch unterschätzt – vielleicht auch, weil sie nicht zum Mythos von Leistungsfähigkeit, Kontrolle und Stärke passt, den die Droge verspricht. Dabei wirkt sich Kokainkonsum langfristig erheblich schädigend auf das zentrale Nervensystem aus. Die körperliche Degeneration kann sich aber bereits nach relativ kurzer Zeit des Drogenkonsums bemerkbar machen.
Eine Klientin von mir kam mit Anfang 20 auf einer Party mit einem jungen Mann ins Gespräch, der nur wenige Jahre älter war als sie und kurz vor dem Abschluss seines Studiums stand. Im Laufe des Abends erzählte er ihr, dass er gelegentlich Kokain konsumiere – und dass er ohne die Droge kaum noch sexuell funktioniere. Ohne Kokain, sagte er, bekomme er schlichtweg keine Erektion mehr.
Kokain und Potenzverlust stehen in einem engen Zusammenhang, der allerdings weitgehend tabuisiert wird. Dabei ist es keineswegs überraschend: Kokain greift massiv in die neurobiologischen und vaskulären Prozesse ein, die für sexuelle Erregung notwendig sind. Der anfänglich stimulierende Effekt von Kokain kann sich bei häufigerem Gebrauch ins Gegenteil verkehren.
Studien zeigen, dass chronischer Kokainkonsum mit der Abnahme der natürlichen Erregbarkeit und dadurch mit einer verminderten Libido und sexuellen Funktionsstörungen einhergeht (Ghadigaonkar & Murthy, 2019; Zemishlany, 2010).
Tschüß, Kokain! – Der Weg in eine neue Zukunft
In meiner psychotherapeutischen Praxis erlebe ich immer wieder, wie stark Kokainkonsum die Fähigkeit beeinträchtigt, echte Freude und Liebe aus sich selbst heraus zu empfinden. Diese sogenannte „anhedonische Symptomatik“ ist bei moderater Konsumdauer und -intensität meist reversibel. Voraussetzungen dafür sind jedoch Geduld und eine konsequente, dauerhafte Abstinenz.
Das Gehirn benötigt Zeit, um wieder zu lernen, Glückszustände auf natürliche Weise zu erzeugen. Dieser Prozess ist eine Form der „psychischen Entgiftung“.
Allerdings befinden sich viele Konsumierende in einem inneren Zustand, der Veränderung erschwert: Sie sind nur bedingt zur Selbstreflexion fähig, neigen dazu, Verantwortung für ihre Situation zu externalisieren, und führen ihre Probleme nicht auf den Drogenkonsum zurück. Selbst wenn Einsicht vorhanden ist, fehlt nicht selten der Mut, das eigene Leben und den Freundeskreis konsequent und nachhaltig zu verändern. In solchen Fällen ist eine begleitende Psychotherapie nicht nur sinnvoll, sondern oft entscheidend für eine dauerhafte Veränderung.
Es gibt sehr viel schönere und nachhaltigere Wege, Ihr Leben aufregend zu gestalten! Daher möchte ich Sie, wenn Sie sich angesprochen fühlen, dazu anregen, sich auf den Weg zu machen – auf die Suche nach dem, was Sie wirklich erfüllt.
Sie haben selbst vor, sich von Drogen zu verabschieden und Ihrem Leben eine neue Wendung zu geben?
Sie stehen in einer engeren Beziehung zu einem Menschen, der Kokain konsumiert und wünschen sich psychologische Unterstützung? Ich unterstütze Sie gerne. Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch in meiner Online-Praxis.
Psychologin M.Sc. & Coach
Dr. rer. pol. Jessica Di Bella
Ihr Kontakt: mail@jessicadibella.de
Mehr Informationen: praxisdibella.de
Wichtig: Sollten Sie oder eine andere Person akute Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an den sozialpsychiatrischen Dienst in Ihrer Region.
Literatur
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