Adiós, innerer Schweinehund! Innere Barrieren dynamisch überwinden

Aktualisiert: Mai 11

Wir kennen es alle, dieses kleine, vielleicht ein wenig eigensinnige Schweinehündchen in uns, das uns erstens davon abhält die Dinge zu tun, die uns doch eigentlich so gut täten und zweitens die Dinge sein zu lassen, die uns weniger gut tun. Ob es darum geht, mehr Sport zu treiben, gesünder zu essen oder mit dem Rauchen aufzuhören - da gibt es etwas, das uns immer wieder von unseren Vorsätzen abbringen will. Und je nachdem, wie stark wir diesen Inneren-Schweinehund-Muskel in den letzten Jahren trainiert haben, kann der eine ganz schöne Power haben! In meinem neuen Blog-Beitrag teile ich mit euch meine persönlichen Tipps, wie ihr Eure Ziele erreicht und mentale Blockaden überwindet.


Es gibt zwei Fragen, die mir in den sozialen Netzwerken am häufigsten gestellt werden: "Wie schaffst du es, so fit zu bleiben?" und "Wie bekommst du das alles unter einen Hut?" Die zweite Frage habe ich bereits in dem Artikel über mein multidimensionales Leben beantwortet und daher fokussiere ich mich in diesem Post auf meine "Weisheiten" zum Thema Fitness und Disziplin. Dabei handelt es sich einfach um Dinge, die sich für mich persönlich bewährt haben. Vielleicht kannst du für dich den ein oder anderen Impuls daraus ziehen!


Mindset: Verliebe dich in die Disziplin


Ja, ich weiß, sie ist nicht besonders angesagt... aber sie ist einfach der Schlüssel zu so vielem, die Disziplin! Tatsächlich sie nicht so spießig und sperrig, wie man denken könnte. Im Gegenteil, sie hat so viele liebenswürdige Seiten: Sie hilft uns dabei, unsere Ziele zu erreichen und unsere Lebensträume zu verwirklichen. Sie unterstützt uns im täglichen Leben zufrieden mit dem zu sein, was wir tun. Und sie schützt uns vor Leid, indem sie uns ermöglicht, Menschen und Themen konsequent aus dem Weg zu gehen und loszulassen, die uns nicht gut tun. Daher kann ich dir nur sagen, seh die guten Seiten an der Disziplin, freunde dich mit ihr, verbringe Zeit mit ihr und begrüße sie schließlich als wertvollen Teil deiner Persönlichkeit. Ab dem Moment bist du ein Mensch, der hinter seinen Entscheidungen steht, der die Dinge umsetzt und der auch im Falle von Herausforderungen dranbleibt.


Mein Credo ist: "Disziplin ist sexy!" Ich merke jedoch auch, dass der Begriff immer wieder auf Gegenwehr stößt, vielleicht weil man strenge Eltern oder strenge Lehrer hatte und das Konzept mit negativen Gefühlen verbindet. Im Grunde aber geht es um etwas sehr Positives, nämlich die Energie in dir, die es dir ermöglicht, Ziele konsequent zu verfolgen und umzusetzen. Manchen Klienten, die sich so gar nicht mit dem Disziplin-Begriff anfreunden können, hilft es, sie umzubenennen. Zum Beispiel könntest du stattdessen von "Drive", "intrinsischer Motivation" oder "Machergeist" sprechen. Das ist zwar nicht genau das Gleiche, aber das Wichtigste ist, was du damit verbindest und dass du dich mit dieser Fähigkeit identifizieren kannst.


Und damit kommen wir bereits zum zweiten wichtigen Thema, wenn es um Mindset geht: "Aber ich bin eben so...". Nichts bist du! Du bist das, was du aus dir machst. Ja, es mag sein, dass du gewisse Anlagen hast, aber wie du damit umgehst, hast du in der Hand. Es mag auch sein, dass du eigentlich gar keine Zeit hast, um X zu machen, aber wie du die Zeit nutzt, die du hast, liegt ebenfalls in deinen Händen. Ich bin eine große Vertreterin des dynamischen Selbstbildes nach Carol Dweck, einer amerikanischen Psychologin, und habe es am eigenen Leib erlebt, wie sehr man sich selbst, seine Gewohnheiten und auch seinen Körper verändern kann, wenn man sich zugesteht, das zu sein, was man immer sein wollte. Mehr zu diesem Thema in meinem Artikel über Self-Leadership. Du kannst also in jeder Minute deines Lebens zu dem Menschen werden, der du sein möchtest (z.B. sportlich, schlank, gesellig), auch wenn du diese Anteile in dir bislang noch nicht so gelebt hast.


Routinen: Entscheide dich nur einmal


So, und hier kommt nun der Zaubertrank. Er besteht aus zwei Inhaltsstoffen: Erstens, entscheide dich nur einmal, wie du in Zukunft leben möchtest, bzw. dich verhalten möchtest, und zweitens hinterfrage es nicht. Deutlicher ausgedrückt: Hinterfrage es nie! Wenn du einmal beschlossen hast, dass du etwa täglich vor der Arbeit eine halbe Stunde laufen gehst, und anfängst, das morgens, nach einer eventuell etwas kürzeren Nacht, zu hinterfragen, wirst du nicht gehen. Ganz ehrlich, wenn ich mich jedes Mal vor dem Schwimmen fragen würde, ob ich jetzt Lust habe, 20 Minuten zum Schwimmbad zu gehen, mich umzuziehen, ins eiskalte Wasser zu steigen, meine langweiligen Runden zu drehen, mich zu duschen und meine langen Haare 15 Minuten lang zu föhnen, würde ich kein einziges Mal gehen! Viel zu aufwändig! Daher, beschließe es einmal und dann mach es einfach, ohne zu denken. Just do it. Irgendwann wird es dann zur Routine und ab da ist es leicht.


Früher fand ich Routinen und Rituale übrigens sehr unsexy: sie schienen mir einem abwechslungsreichen und aufregenden Leben entgegenzustehen und ich fürchtete, dass sie mich in meiner Lebensführung zu sehr einengen würden. Daher bin ich eine Freundin dynamischer Routinen geworden, sprich ich nehme mir den Umfang dessen vor, was ich tun möchte, aber überlasse mir, wann und wo ich das mache. Um ein konkretes Beispiel zu bringen: Ich nehme mir nicht vor, Montag, Mittwoch und Samstag schwimmen zu gehen (und gehe dann möglicherweise nur an einem der drei Tage, da an den anderen beiden etwas dazwischen gekommen ist), sondern ich nehme mir vor, an mindestens zwei, besser drei Tagen pro Woche für mindestens 30 Minuten, besser 45 Minuten zu schwimmen. Manchmal kommt es dann vor, dass ich Freitag, Samstag, Sonntag gehe; manchmal in der Mittagspause oder kurz vor Badeschluss. Das ist alles wunderbar! Fakt ist, ich erfülle mein persönliches Soll, das mir dabei hilft, gesund und fit zu sein.


Training: Schule deinen CEO


Schöne Grüße an den präfrontalen Kortex, das ist der vordere Teil unseres Gehirns und der CEO in unserer mentalen Welt. Hier wird entschieden, welche Informationen aus dem Innen und Außen wir zulassen und verarbeiten. Hier ist also die Schaltzentrale für unser Denken und unser Verhalten. Ich finde, es wird Zeit, dass auch dein CEO die Arbeit macht, die dich langfristig am glücklichsten macht! Und auch CEO's brauchen ein gewisses Training. Wenn er/sie bisher in die eine Richtung gearbeitet hat, dann gilt es ihn/sie nun in eine neue Richtung hin zu trainieren. Ich habe eingangs auch den Vergleich mit dem inneren Schweinehund als Muskel gezogen. Wenn wir ihn jahrelang trainiert haben, ist er kraftvoll, aber wenn wir nicht mehr diesen Muskel dauernd trainieren, sondern unseren "Neues-Ich"-Muskel, dann lässt die Kraft des Saboteurs sehr rasch nach.


Ach ja, auch CEO's dürfen übrigens Fehler machen. Wenn dann doch mal drei Tage hintereinander die Couch über das Laufband gesiegt hat, mach deinem CEO keine Vorwürfe. Vergiss es am besten auf der Stelle, dass er/sie "versagt" hat und gehe konstruktiv nach vorne. Sonst tappst du noch in ein paar psychologische Fallen, die sich unser Gehirn so ausgedacht hat. Misserfolge haben etwas enorm Anziehendes für unsere Psyche und fressen dadurch die Energie, die wir eigentlich bräuchten, um wieder in den Erfolg zu shiften. Aber dazu ein anderes Mal mehr. Daher: Shit happens, nach vorne schauen und weiter gehen!


Lust auf ein Coaching bei mir? Ich unterstütze dich gerne bei der Realisierung deiner Lebensträume. Mehr Infos gibt es auf meiner Webseite unter: jessicadibella.de/coaching.


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Schöne Grüße,

Jessica



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© 2020 Prof. Dr. Jessica Di Bella